…inspiriert von einem Buch einem Buch “”Mindfully Green” von Stephanie Kaza

Dieses Buch entdeckte ich vor einigen Wochen im Buchregal in einer Ferienwohnung.
Es hat mich sofort angesprochen und endlich habe ich es mir für zuhause bestellt.

Die Ausrichtung, dass der Anker oder der Kompass für meine täglichen Entscheidungen, der sein kann, so wenig wie möglich Leid in die Welt zu bringen – sei es mir gegenüber, meinen Mitmenschen oder der Umwelt.
Tägliche spirituelle Praxis – liebevoll der Welt gegenüber.

The Work, Achtsamkeit, Leid, Augsburg

Doch auch hier steht am Anfang, dass man sich der Illusion bewusst werden muss, dass es gänzlich ohne Leid gehen würde. Ein Anspruch, an dem wir als Menschen immer scheitern werden.
Ich gehe zu Fuß wo hin, was weiß ich, wie viele Kleinstlebewesen ich da zertrete.
Ich gehe einkaufen – auch rein pflanzliche Produkte haben, bis ich sie kaufe und darüber hinaus, der Umwelt mehr oder weniger Schaden angerichtet.
Ich nutze Strom, ich nutze digitalisierte Dienstleistungen, ich verbrauche Ressourcen. Ich kaufe hier und nicht dort, und vielleicht kostet mein Nicht-Einkauf dem einen oder anderen demnächst seinen Job…
Wir sind nicht befreit von Kettenreaktionen, die am Ende für ein anderes Lebewesen Leid verursachen können.

Ich kann mir nur im bestmöglichen Gewissen und über mein bestes Wissen, das mir in diesem Moment zur Verfügung steht, mich für das meiner Meinung nach geringste Leid entscheiden.
Ist das deprimierend, dass wir scheitern – nein, ganz und garnicht! Es befreit von einem unglaublichen Druck, der möglicherweise in die Lähmung übergehen könnte.

Die ständige Erinnunerg an beste mögliche Leidvermeidung und zwar Leidvermeidung, die über meine Person hinaus geht, ist eine wunderbare achtsame Haltung.
Fragen, die ich mir deswegen stellen kann:

  • Welche Worte möchte ich heute nutzen?
  • Welche Urteile möchte ich heute denken?
  • Welche Konsequenzen möchte ich daraus ziehen?
  • Wo kaufe ich ein?
  • Kaufe ich überhaupt ein – oder geht es auch mit weniger?
  • Möchte ich dem Baum achtsamer gegenüber treten und ihn in seinem Leid würdigen?
  • Möchte ich heute etwas unachtsam wegschmeißen oder mich fragen, ob es jemand braucht, oder ob ich es sonst wie noch anders verwerten kann?
  • Wie mochte ich achtsam un wertschätzend heute und in jedem Moment meinem Partner gegenüber sein?

Und dann wird Spiritualität nicht irgend etwas Abgehobenes, etwas, das man nur still meditierend allein vor sich hin tut. Es wird nicht mehr nur während des Retreats praktiziert – wo es so einfach ist, weil für den Rest gesorgt ist.

Nein, hier wird es lebendig, hier wird es Teil jeder Handlung und jedes Gedankens – damit wird es reich, bunt, achtsam, jeden Moment spürbar, berührend für andere, vielleicht sogar inspirierend für andere, so dass auch sie dazu angeregt werden können, sich diese Fragen zu stellen…ein Multiplikator für weniger und weniger Leid.

Gegen Ende des Jahres kamen mir auch viele Erd-Kollaps-Berichte unter: Alarmierende Reportagen, oder journalistische Zusammenfassungen, dass die Erde ihrer Ressourcen zu viel beraubt wurde, dass der Kollaps ansteht, das die Natur sich rächen wird, bis wir selbst als Spezies daran krepieren werden. Ob es dann vorbei ist mit dem ganzen Leben auf dem Globus oder “nur” wir uns als Spezies langfristig selbst zerstören…oder die Erde uns durch ihre Gegenreaktion quasi selbst entsorgen will, damit wir ihr als Last und zum Wohle aller endlich weg fallen – das weiss ich nicht.
Doch noch sind wir hier, noch treffen wir jeden Tag unzählige Entscheidungen, die unsere Welt, unser Bewusstsein, unsere Mitwelt auf ihre eigene komplexe Art und Weise beeinflussen.

Möchte ich mein Herz öffnen für Wunder, für menschliche Begegnung, so dass weniger Leid in zwischenmenschlichen Beziehungen entsteht – ja!
Wie das u.a. geht, was kann ich mich und was kannst Du Dich fragen, wenn Du willst:

  • Welche Projektionen schiebe ich gerade vor mir her?
  • Kann ich sehen, dass mich diese Projektionen vom anderen trennen?
  • Kann ich einfach best möglich zu jedem Zeitpunkt, die Story weg schieben (Story in Form von Erinnerungen an die Vergangenheit, Projektionen auf die Person, oder meine Muster…), um hier und jetzt vollkommen da sein, für diese Begegnung?

All dies kann so viel Leid schon im zwischenmenschlichen Bereich minimieren!
Und das ist ein unglaubliches Geschenk! Deren tägliche Übung, tägliche Praxis und tägliche innere Haltung immer weiter mein und Dein Herz öffnen lässt!

Und bezogen auf die Welt und den drohenden Kollaps?
Reicht da zwischenmenschliches Leidvermeiden – reicht da Herzöffnen?
Ich glaube ja und nein – wenn wir es mit unserem Mitmenschen üben, üben wir es auch für scheinbar weniger lebendige Erdbewohner. Wir können es lernen, dem Baum gegenüber zu spüren, und dann immer weiter aussehen, dass wir es für den ganzen See, für das ganze Gebirge und immer mehr spüren und wahrnehmen können. Davon bin ich zutiefst überzeugt.
Doch mit mir und meinem Bewusstsein fängt es an, mit meiner Verbundenheit oder Unverbundenheit…es geht mit den Mitmenschen weiter. Hier bin ich davon überzeugt, dass eine liebevolle Begegnung im System des anderen entweder sofort oder nach und nach, durch meine Inspiration und von vielen anderen die Schwingung steigt, zu mehr verbundenen Entscheidungen und dann wird dieses Bewusstseinsfeld größer.

Auch ehrliche Entschuldigungen Dir selbst und anderen gegenüber, befreit von Schuld, Scham, von Vergangenheit und damit letztlich von Leid. Das kann rein diese Achtsamkeit sein, das kann durch The Work gemacht werden, das kann durch Loslass-Rituale sein, das kann durch HO’OPONOPONO – einem alten sehr kraftvollen Vergebungsritual gemacht werden.

Wir in unserer nördlichen Hemisphäre erleben nun den Herbst, die Zeit des Skorpions (auch wenn dies quasi dem Ende zugeht und der Schütze folgt) des Todes und der Transformation und der Tiefe. Eine wunderbare Zeit für Reflexion, für Reinigung, auch die Reinigung entstanden durch Leid. Leid, das wir erfahren haben (um zu wachsen), Leid, das wir anderen angetan haben…

Das wünsche ich Dir!

P.S: Wenn Du bei The Work Hilfe und Begleitung sucht, bin ich gerne Deine Begleiterin mit The Work in Augsburg oder einer The Work Sitzung via Skype.

Natascha Pfeiffer

Über Natascha Pfeiffer

Natascha Pfeiffer, Expansion Method Practitioner und Groupleader, Co-Founder der Agentur PRand communication in Wien. Einzel- und Gruppenarbeit in Wien und Augsburg und via Skype.