…und einige werden sich jetzt vielleicht auch denken: Ja, das muss es auch nicht, schließlich geht es hier um Spiritualität. Das ist eine ernste Sache! Spass – was soll das denn! Soll das etwa der Erleuchtung dienen!?!?!?

Mir ist in letzter Zeit in vielen Gesprächen unter Freunden und Bekannten eine interessante Übereinstimmung aufgefallen: Nämlich das Eingeständnis, dass der bis dato gegangene spirituelle Weg letztlich auch zu Enge und zu einem lustlosen und wenig mit Leben gefüllten Alltag geführt hat. Man weiß so viel, hat so vieles ausprobiert, hat zum Teil hart an seiner Entwicklung gearbeitet, sich so bemüht immer weniger Beurteilsfilter mit sich rum zu tragen, gelernt, die Dinge mehr und mehr so anzunehmen wie sie sind…

Und dann hat sich da über Jahre und Monate etwas ganz Eigenes klamm heimlich eingeschlichen…

Spiegel Methode Natascha Pfeiffer Spiritualität Wien

Bei allen war in den letzten Wochen und Monaten die Sehnsucht nach Leichtigkeit, nach Beliebigkeit, nach Belanglosigkeit so groß, dass sich die eigens gewählte Spiritualität scheinbar als Sackgasse erwiesen hat.

Was ist also passiert? Warum fühlt sich all die spirituelle Arbeit und das immer tiefere Verständnis um Zusammenhänge und Strukturen “auf einmal” schwer an?

Und alle kamen wir auf die selbe Antwort: Der eigene Filter der Spiritualität ist zu einem zu engen Korsett geworden. All das Streben nach innerer Entwicklung hat gleichzeitig einen sehr strengen Filter entwickeln lassen, der vieles nicht mehr in unser Leben gelassen hat.

Bei einem war der Filter, der fast alles hat abschmettern lassen: Was für einen tieferen Sinn hat das für die Menschheit?

Bei jemand anderem war es, dass nahezu alles den Stempel der Banalität bekommen hat und nur die wenigen Teile, die es geschafft haben, nicht banal zu sein, wurden beachtet oder damit hat man sich beschäftigt.

Oder der Filter nach einer ständigen Optimierung oder ob es wertvoll ist…
Und ein letztes Beispiel: Die Bereitschaft in Fortbildungen und Seminare für persönliche Weiterentwicklung war hoch und das konnte auch innerlich gerechtfertigt werden, aber für andere Dinge, die Bewegung und Sport ins Leben gebracht hätten, dafür konnte kein Geld ausgegeben werden und dafür konnte man sich auch keine Zeit nehmen – der Filte hat da ganz klar den Riegel vor geschoben.

Wie auch immer die unterschiedlichen Filter heißen mögen: Sie sind zu strengen Wächtern geworden.

Jetzt stehen wir da mit dieser Erkenntnis, und deswegen auch der Sehnsucht nach dem, was so lange ausgesperrt war.

Ein Freund erzählte mir, dass er sich jetzt wieder mit Themen beschäftigt, die er Zitat: “die letzten 2 Jahre nicht mal mit dem Arsch angeschaut hat, weil es ihm zu wenig Sinn in seiner spirituellen Suche machte”. Jetzt erkennt er, dass ihm das aber Spass macht, und dass das im Grunde genommen Themenbereiche sind, die ihn schon seit seiner Kindheit interessiert hätten.

Oder wenn der Filter des Optimierens weg fällt, sieht man, dass man verlernt hat, ein Hobby zu pflegen. Einfach nur so sich beschäftigen, nahezu zweckfrei außer dem Selbstzweck und der Freude daran… Ich spreche mit einem lieben Freund, der fast schon verzweifelt erkannt hat, dass er mit seiner Zeit, die nicht ständig mit Optimierung zu tun hat, nicht weiß sie für sich zu füllen. Er lernt das jetzt erst wieder…

Und die Beispiele aus den Gesprächen der letzten Wochen könnte ich reichlich fortführen.

Der Punkt jedoch und somit auch die Frage an Dich ist klar: Welche Filter sind zu Deinen starken Wächtern geworden, die in der Folge nur mehr wenig in den Leben gelassen haben?

Welche Facetten wurden ausgeblendet, weil sie dem starken Urteil nicht gerecht wurden?

Was ist vielleicht gar nicht so banal, weil es Dir Freude bringen würde?

Wie würde sich Dein Leben wieder bunter füllen lassen, wenn Du die Tür ein Stück weit auf machst, Dich in den brach liegenden Bereichen neu ausprobierst, diese bewusst neu erlebst, schmeckst und riechst…?

“Werdet wie die Kinder!”, das hat Jesus schon gesagt.

Und dann ist mir Pipi Langstrumpf wieder eingefallen, die mit ihrem ehrlichen Herzen hier und da 5 gerade sein ließ und sich mit Freude die Welt so geschaffen hat, wie sie ihr gefiel…lass mal mehr Pippi Langstrumpf in Dein Leben, erlebe es bewusst, und schau mal wie sich das anfühlt!

Was für ein großartiges Beispiel Pippi für ein ausgewogenes Chakren-System ist, dazu wird es in Kürze einen Blogbeitrag von mir geben…

Natascha Pfeiffer

Über Natascha Pfeiffer

Natascha Pfeiffer, Expansion Method Practitioner und Groupleader, Co-Founder der Agentur PRand communication in Wien. Einzel- und Gruppenarbeit in Wien und Augsburg und via Skype.